Inhalt
Es ist erstaunlich, wie wenig die Menschen über die Rolle von Magnesium wissen und wie leicht sie Informationen übergehen, die lebensrettend sein können. Unter den Mineralstoffen mit Schlüsselrolle für die Gesundheit und die einwandfreie Funktion der Zellen – Zink, Calcium, Selen – nimmt Magnesium eine besondere Stellung ein. Es ist am Energiehaushalt des Körpers und an mehr als 325 Enzymprozessen beteiligt. So wie der Körper Wasser braucht, verbraucht er täglich Magnesium – und muss es daher jeden Tag erhalten.
Kurz gefasst
- Magnesium wird für Energie, Muskeln, Nerven, Herzrhythmus und gesunde Knochen gebraucht.
- Ohne ausreichend Magnesium kann der Körper auch Calcium nicht richtig verwerten.
- Stress, Alkohol, Zucker, bestimmte Medikamente und nährstoffarme Ernährung zehren an den Magnesiumreserven.
- Der Tagesbedarf liegt bei etwa 400–600 mg; Magnesium wird über die Nahrung, über Nahrungsergänzungsmittel und über die Haut aufgenommen.
Calcium ist nicht alles
In vielen medizinischen Kreisen herrscht noch immer die Ansicht, Calcium sei der wichtigste und am häufigsten fehlende Mineralstoff. Fehlt jedoch Magnesium, führt eine erhöhte Calciumzufuhr über Lebensmittel und Präparate nicht zu einem guten Mineralstoffgleichgewicht. Überschüssiges Calcium lagert sich als Sporne in den Gelenken, als Steine in den inneren Organen sowie als Plaques und Thromben in den Gefäßen ab; es kommt zu hartnäckiger Verstopfung oder zum Wechsel von Verstopfung und Durchfall; die neuromuskuläre Erregbarkeit steigt bis zu schmerzhaften Ausmaßen. Der Körper braucht Magnesium, um die nötige Menge Calcium zu verarbeiten und aufzunehmen.
Im Körper eines Erwachsenen befinden sich 30–50 g Magnesium – weit weniger als Calcium (etwa 1 kg). Doch Magnesium ist äußerst dynamisch: Es wird schnell verwertet und leicht wieder ausgeschieden, weshalb es ständig neu zugeführt werden muss. Während von Calcium selten mehr als 800–1000 mg täglich benötigt werden, liegen die Empfehlungen für Magnesium bei 400–600 mg – und nach Ansicht zahlreicher Fachleute sind selbst diese Werte zu niedrig angesetzt.
Was Magnesium im Körper bewirkt
- Energie. Enzyme steuern jede chemische Reaktion im lebenden Organismus, und ohne Magnesium können Hunderte von ihnen nicht arbeiten. Die wichtigste Reaktion ist die Bildung der energiereichen Bindungen durch die Aktivierung von ATP – dem zentralen Molekül, in dem die Zellen Energie speichern. Magnesium ist außerdem am Stoffwechsel von Glukose, Fettsäuren und Aminosäuren beteiligt und unterstützt die Bildung von Glykogen in Muskeln und Leber.
- Herz, Muskeln und Knochen. Magnesium erhält einen stabilen Herzrhythmus, eine normale Muskelfunktion und gesunde Knochen. Es kann den Cholesterinspiegel im Blut senken und vor Verschlüssen von Arterien und Venen sowie vor gefährlichen Herzrhythmusstörungen schützen.
- Hormon- und Vitaminstoffwechsel. Es unterstützt die Verwertung vieler anderer Mineralstoffe und Vitamine, der meisten Hormone sowie von Acetylcholin und Stickstoffmonoxid, über die Nerven, Blutgefäße und Immunsystem reguliert werden.
- Immunsystem und Drüsen. Es hält Immun- und Hormonsystem gesund.
- DNA. Im Zellkern ist mehr als die Hälfte des Magnesiums an Nukleinsäuren und Proteine gebunden. Es wird für die Integrität der DNA-Doppelhelix benötigt, die die Erbinformation trägt.
- Schutz vor Giftstoffen. Eine gute Magnesiumversorgung hilft dem Organismus, mit Schwermetallen und anderen Giften des modernen Alltags fertigzuwerden.
- Nervensystem. Magnesium ist der „Anti-Stress-Mineralstoff“ – gemeinsam mit den Vitaminen der B-Gruppe normalisiert es die Funktion des gesamten Nervensystems und besonders seiner höheren Abschnitte.
- Fortpflanzungssystem und Schwangerschaft. Magnesium wirkt günstig auf das Fortpflanzungssystem; in der Schwangerschaft schützt es zusammen mit Folsäure und Pantothensäure die Gesundheit der Mutter und unterstützt die normale Entwicklung des Kindes – nach Empfehlung des Arztes.
Eine gesunde Zelle enthält viel Magnesium und wenig Calcium. Theoretisch ließe sich unser biochemisches Alter am Verhältnis der beiden Mineralstoffe in den Zellen ablesen: In gewissem Sinne ist Magnesium der Mineralstoff der Verjüngung und schützt Organe und Gewebe vor der Verkalkung, die für das Altern typisch ist.
Stress und Magnesium – ein Teufelskreis
Das moderne Leben ist ein unaufhörlicher Strom von Stress, und Stress erhöht den Magnesiumbedarf. Die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin verengen die Blutgefäße und treiben Blutdruck und Puls in die Höhe. Fehlt bei Stress und psychischer Anspannung Magnesium, entsteht ein Mangel, der sich durch Erschöpfung, Gespanntheit und Reizbarkeit äußert. Und der Magnesiummangel führt zu noch mehr Erschöpfung – und noch mehr Stress.
Magnesium geht leicht über Schweiß und Urin verloren, und viel Zucker und Alkohol beschleunigen die Ausscheidung von Magnesium und Calcium. So gerät unser Körper durch den chronischen Mangel in einen Dauerstress.
Anzeichen eines Mangels
Bei Magnesiummangel wird man schnell müde und reizbar, der Schlaf ist gestört, und Frauen neigen stärker zu Tränen. Geräusche erscheinen zu laut, Licht zu grell, emotionale Reaktionen sind übersteigert, das Herz schlägt „zum Zerspringen“, und das Gehirn ist zu aufgewühlt, um einzuschlafen. Es treten Muskelkrämpfe, Verstopfung oder ein Wechsel von Verstopfung und Durchfall auf.
Man geht davon aus, dass ein großer Teil der Menschen – nach manchen Schätzungen bis zu zwei Drittel – einen Magnesiummangel hat, ohne es überhaupt zu ahnen.
Warum uns Magnesium fehlt
- Die Ernährung. Essen „im Stehen“, minderwertige Produkte – raffiniert, übersalzen, überfrittiert und zu lange gelagert – und wenig rohe pflanzliche Kost. So nehmen wir nicht nur wenig Magnesium auf, der Körper kann es auch schlechter verwerten.
- Alkohol, Tabak und Giftstoffe. Sowohl gelegentliche Räusche als auch der regelmäßige „maßvolle“ Alkoholkonsum führen zu einem ernsten Mangel. In unterschiedlichem Maße gilt dies auch für Tabak, Drogen, Schwermetalle, Fluor und Pestizide.
- Medikamente. Hohe Dosen oder eine langfristige Anwendung von Calciumpräparaten, Antibiotika, steroidalen und nichtsteroidalen Entzündungshemmern, Abführmitteln, Beruhigungsmitteln, Insulin, Herzglykosiden, Diuretika, Zytostatika und Kontrazeptiva.
- Die ausgelaugten Böden. Einseitige Düngung und weitere Faktoren haben den Magnesiumgehalt in Lebensmitteln in den letzten Jahrzehnten um ein Mehrfaches verringert.
- Stress – Hektik, Unsicherheit, Ärger und Unruhe verbrauchen Magnesium besonders schnell.
Wer mehr Magnesium braucht
- Diabetiker – bei hohem Blutzucker wird mehr Urin ausgeschieden und damit auch mehr Magnesium. Es wird zudem für die Produktion, die Wirkung und den Transport von Insulin benötigt.
- Kinder und Jugendliche — zwischen 3 und 19 Jahren ist Magnesium besonders wichtig für die normale körperliche und geistige Entwicklung, die Konzentration und die Denkleistung.
- Ältere Menschen — der Bedarf sinkt mit dem Alter nicht, wohl aber die körperliche Aktivität und die Nahrungsaufnahme.
- Schwangere und stillende Frauen — nach ärztlicher Empfehlung.
- Sportler — sie verlieren Magnesium über den Schweiß; lesen Sie den Artikel über Magnesium und Sport.
Hier eine Liste von Beschwerden, bei denen nach Ansicht der Autorin besonders auf Magnesium geachtet werden sollte — stimmen Sie die Einnahme mit Ihrem Arzt ab:
- Herzerkrankungen, Blutdruckprobleme, Schlaganfall, Arteriosklerose, hoher Cholesterinspiegel, Krampfadern;
- prämenstruelles Syndrom, Schwangerschaft und Stillzeit, Pubertät;
- Diabetes und Neuropathie;
- Migräne, Muskelschmerzen und Krämpfe, chronische Schmerzen, Knochensporne, Osteoporose;
- Hauterkrankungen, brüchige Haare und Nägel, Haarausfall;
- häufiger Gebrauch von Abführmitteln und Diuretika, chronischer Durchfall, Essstörungen, Abnehmdiäten;
- Antriebslosigkeit und Depression;
- aktiver Sport.
Und dabei sollte es eigentlich eine kurze Liste werden — und selbst diese ist nicht vollständig.
So decken Sie Ihren Magnesiumbedarf
Die wichtigste Quelle ist die Ernährung — grünes Blattgemüse, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Darüber hinaus:
- Intravenös — gängige Praxis zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, jedoch nur im Krankenhaus und unter ärztlicher Aufsicht.
- Oral (als Nahrungsergänzung) — mögliche Nebenwirkungen sind Durchfall und Magenschmerzen.
- Transdermal (über die Haut) — es ist seit Langem bekannt, dass die Haut verschiedene Stoffe aufnehmen kann, darunter auch Arzneimittel (zum Beispiel Schmerzsalben). Deshalb ist die Reinheit des Produkts entscheidend.
Die transdermale Methode ist die neueste. Direkt auf die Haut aufgetragen, wird Magnesiumchlorid über sie aufgenommen und wirkt schnell bei akuten und chronischen Schmerzen. Sie eignet sich auch für Sportler mit hohem Magnesiumbedarf — bei Verletzungen und ermüdeten Muskeln ist oral eingenommenes Magnesium nicht so wirksam. Wärme in Verbindung mit Magnesiumchlorid regt die Durchblutung und den Abtransport von Stoffwechselschlacken an, und Magnesiumbäder ziehen Entzündungen aus Muskeln und Gelenken.
Magnesium aus dem Meer
Die Produkte mit Luga aus dem Schwarzen Meer und Heilschlamm Le’Spa und ANCHIALO sind reich an Magnesiumsalzen und Mineralien. Die Luga aus dem Schwarzen Meer ist eine konzentrierte natürliche Lösung von Magnesiumsalzen (MgCl₂ und MgSO₄) — mit ihr wird Magnesium über die Haut aufgenommen, durch Bäder, Kompressen und Einreibungen oder mit Massagegelen und -ölen.
Lesen Sie außerdem: Magnesium bei chronischen Schmerzen, Magnesium und das Herz, Magnesium für gesunde Haut, gesundes Haar und feste Nägel.
Autorin: Martina Iwanowa. Quelle: svoizbor.com
- Die Salinen von Burgas – das Salz des Lebens: So baden Sie in der Luga - 11.01.2026
- Grudimir Grudev in „Das Wunder der Gesundheit“: die Produkte mit Luga aus dem Schwarzen Meer und Heilschlamm ANCHIALO - 13.06.2022
- ANCHIALO Massageöle und -gele mit Luga aus dem Schwarzen Meer: alles, was Sie wissen sollten - 22.09.2021
Über Luga.bg
Hersteller von Naturprodukten mit Luga aus dem Schwarzen Meer und Limanschlamm aus Pomorie. Seit 2015 schreiben wir über Luga, Heilschlamm und Meeresmineralien – gemeinsam mit Ärzten, Physiotherapeuten und aus eigener Erfahrung.










