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In Pomorie wurden die wirtschaftlichen Vorteile von NATURA 2000 diskutiert

Anhand regionaler Produkte und Dienstleistungen wurden bewährte Praktiken vorgestellt

 

Pomorie war heute Gastgeber des Forums „Gemeinsame Vision für das ökologische Netz NATURA 2000 in der Region Burgas“. Dies war der erste Tag einer Informationskampagne, die den Beteiligten anhand regionaler Produkte und Dienstleistungen die Vorteile des ökologischen Netzes Natura 2000 für die lokalen Gemeinschaften, bewährte Praktiken aus anderen Ländern sowie die Möglichkeiten europäischer Förderung näherbringt.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Die Gaben des Meeres“ und war der Salzgewinnung aus dem See von Pomorie sowie dem Heilschlamm aus Pomorie und der Luga gewidmet. Teilgenommen haben Eigentümer und Nutzer von Grundstücken, Vertreter lokaler Strukturen und Organisationen sowie Reiseveranstalter und Reisebüros aus der Region. Sie besuchten das Salzmuseum im Schutzgebiet „See von Pomorie“, wo sie die interessante Geschichte des alten Gewerbes von Anchialos – der Salzgewinnung – kennenlernten.

Das Programm wurde mit einer Präsentation der Schutzzonen und Schutzgebiete im Bezirk Burgas fortgesetzt, vorgestellt von Milena Jarmowa von der Regionalen Umweltinspektion Burgas.

Besonders lebhafte Diskussionen löste der Vortrag von Jassen Georgiew vom Institut für Wirtschaftspolitik über die Möglichkeiten europäischer Förderung und bewährte Praktiken wirtschaftlicher und sozialer Vorteile von NATURA 2000 aus. Viele der Grundstückseigentümer in Schutzzonen berichteten, dass in diesen Gebieten praktisch jegliche Investitionsvorhaben eingeschränkt werden, obwohl es grundsätzlich keine gesetzlichen Hindernisse dafür gibt. Am häufigsten liegt der Grund dafür, dass Vorhaben nicht umgesetzt werden, in den Protesten von Naturschutzorganisationen und in einigen Unzulänglichkeiten bei der Übersetzung der europäischen Richtlinien ins Bulgarische.


Über die Anwendung der Luga aus Pomorie und des Heilschlamms sowie deren Einsatz für Balneo-, Spa- und Wellnessbehandlungen sprach Doz. Sachari Detschew von der Universität „Assen Slatarow“ in Burgas.

Der Hersteller Grudimir Grudew aus Pomorie stellte dem Publikum das breite Sortiment eigener Produkte der Handelsmarke ANCHIALO vor, die aus Salz und Luga hergestellt werden. Als Beispiel für eine bewährte Praxis präsentierte das Grandhotel „Pomorie“ seine konkreten Programme für Wellnessbehandlungen mit Heilschlamm aus Pomorie und Luga.

So lernten die Beteiligten auf attraktive und interessante Weise – anhand regionaler Produkte und Dienstleistungen – nicht nur die ökologischen, sondern auch die wirtschaftlichen und sozialen Vorteile kennen, die Natura 2000 bietet. Genau das ist auch das Hauptziel des Projekts für eine gemeinsame Vision des ökologischen Netzes: das Bewusstsein der lokalen Gemeinschaften in der Region Burgas für die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Vorteile zu stärken und gleichzeitig Unterstützung für einen besseren Erhaltungszustand der Arten und Lebensräume in den Schutzzonen der Region zu leisten.

Begünstigter des Projekts „Gemeinsame Vision für das ökologische Netz Natura 2000 in der Region Burgas“, in dessen Rahmen die Informationskampagne „Natura 2000 und die Gaben der Natur“ durchgeführt wird, ist die Nationale Assoziation „Bulgarische Schwarzmeerküste“. Die Initiative wird vom Operationellen Programm „Umwelt“ finanziert und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie vom Kohäsionsfonds der Europäischen Union kofinanziert.

Nach Untersuchungen der Europäischen Kommission werden die Vorteile, die sich aus „Natura 2000“ ergeben, auf 200–300 Mrd. Euro jährlich geschätzt. In Europa sind rund 4,4 Millionen Arbeitsplätze und 405 Milliarden Euro Jahresumsatz (Daten von 2013) unmittelbar mit dem Erhalt gesunder Ökosysteme verbunden, von denen sich ein erheblicher Teil innerhalb von „Natura 2000“ befindet.

Gleichzeitig tragen die Produktionen in NATURA-2000-Zonen zur Erhaltung und zum Schutz der biologischen Vielfalt bei, und die Bio-Produktion ist eine zusätzliche Möglichkeit und ein Entwicklungsweg, der sowohl innerhalb des ökologischen Netzes als auch außerhalb davon umgesetzt werden kann.

Quelle: http://www.desant.net/

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